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Warum wir sterben müssen, um zu leben

Das einzig Beständige im Leben ist die Veränderung, heißt es. Auch wenn wir an Gewohnheiten und gewissen Konstanten in unserem Leben hängen, weil sie uns scheinbare Sicherheit und Stabilität vermitteln, fordert uns das Leben immer wieder auf, ....

... Liebgewonnenes loszulassen. Genauer betrachtet, unterliegen wir unser ganzes Leben lang einem „Stirb- & Werde-Prozess“. Mit unserem ersten Atemzug nehmen wir das irdische Leben in uns auf, mit unserem letzten werden wir uns einmal davon verabschieden. Daher finde ich die schamanische Affirmation „I am my breath.“ (Ich bin mein Atem.) sehr treffend. Es beruhigt mich auch, mit dem Einatmen „I am“ / „Ich bin“ und mit dem Ausatmen „my breath“ / „mein Atem“ zu sagen.

 

Genau wie Ebbe und Flut, Tag und Nacht, erfolgt unser Leben in Wellen bzw. Zyklen: tief - hoch, hell - dunkel, annehmen – loslassen. Das gilt übrigens nicht nur für uns Menschen, sondern für alle Lebewesen hier auf Erden. Somit gleicht kein Augenblick dem anderen, auch wenn es oberflächlich im Außen so aussehen mag. Alles ist in kontinuierlicher Veränderung. Gewiss, es gibt ein paar Dinge, die bleiben, wie z.B. Dein Vorname, Deine Größe, Deine Familie, Dein Wohnort, usw. Doch auch hier kann es sein, dass Du diesen Dingen und Menschen unterschiedliche Gefühle entgegenbringst.

 

Warum ist das Leben einer ständigen TransFORMation unterworfen? Warum müssen wir quasi tausend „Tode“ sterben? Weil wir hier auf Erden als Seelen Erfahrungen machen und innerlich wachsen bzw. unser Bewusstsein ausdehnen wollen. Das ist nur möglich, wenn etwas im übertragenen Sinne sterben und neu wachsen kann – so wie der Phönix aus der Asche aufersteht und dadurch neu geboren wird.

 

Im Gegensatz zur Seele, die übrigens UNsterblich ist, unterliegt das irdische Leben also unzähligen TransFORMationsprozessen. Auch wenn wir es am liebsten ignorieren oder anders bezeichnen wollen, der Tod ist unser ständiger Begleiter. Damit etwas Neues entstehen kann, muss wie gesagt das Alte sterben. Sei es die Kindheit, die der Phase des Erwachsenwerdens Platz macht, eine Schwäche von Dir, die sich in eine Stärke verwandelt, usw.

 

Manches davon anzunehmen fällt leicht, anderes wiederum schwer. So auch der physische Tod eines von uns geliebten Menschen oder Tieres. Das anzunehmen, die Gefühle der Trauer zuzulassen, sich ihnen hinzugeben, um sie verarbeiten und Frieden damit zu schließen, braucht Zeit.

 

Was ich dabei auch feststellen konnte, ist, dass sich durch meinen eigenen Bewusstwerdungsprozess meine Einstellung zum Tod und damit auch die Verarbeitung des Todes von Familienmitgliedern, zu denen auch meine geliebte Katze gehörte, verändert hat. Auf emotionaler Ebene mag es kaum einen Unterschied geben, sehr wohl aber auf geistig-seelischer. Das Wissen und Erkennen meiner wahren Natur, der geistigen Einheit auf höhere Ebene, das tiefe Gefühl der Verbundenheit und das Wissen, dass die Liebe Raum und Zeit überwindet und ich nach-wie-vor ihre Gegenwart spüre, gibt mir Kraft. Ebenso mein Glaube an ein Wiedersehen im Jenseits (in anderer Form).

 

Was mir bisher auch geholfen hat, die Trauer zu überwinden sind zum einen Zeit, die Gefühle und Tränen zulassen und zum anderen das Aufschreiben von Erinnerungen und vor allem das Gestalten eines Fotobuchs mit wunderschönen, gemeinsamen Erlebnissen, die mich anfangs noch traurig stimmen mögen, die mich aber auch unendlich glücklich und dankbar sein lassen.

 

Weiters rufe ich gerne Erzengel Azrael sowie die Engel Engel der Geborgenheit mit der Bitte um Unterstützung an. – Was auch immer Du brauchst, bitte die jeweiligen Engel darum (z.B. Trost à Engel des Trostes, Schutz à Engel des Schutzes, Schutzengel, Erzengel Michael, usw.) und danke für ihre Hilfe. Mögest Du ihre Nähe und Gottes immer schützende Anwesenheit spüren!

 

Abschließend kann ich Dir nur empfehlen, immer bewusster zu leben, Dich mit Dir selbst und den wirklich wesentlichen Fragen Deines Lebens (Warum bin ich hier? Woher komme ich? usw.) auseinanderzusetzen und Dich auch mit der Sichtweise der Schamanen zu beschäftigen. Für sie gehört der Tod beispielsweise zum Alltag. Sie sehen ihn als Lehrmeister, der ihnen hilft, herauszufinden, was wichtig und was unwichtig ist und was durch sie leben will. Das alles kann weniger mit dem Verstand als vielmehr mit dem Herzen begriffen werden.

 

Betrachte Dein Leben (und das der anderen) nicht als selbstverständlich, sondern als kostbar. Genieße immer bewusster die Momente mit den von Dir geliebten Seelen. Sei dankbar dafür und wertschätze den All-tag. Es sind die „kleinen“ Dinge im Leben, die wirklich von Bedeutung sind: eine herzliche Umarmung, ein liebes Wort, ein Lächeln, Gefühle der Verbundenheit und Geborgenheit, .... Es kostet kein Geld, ist aber dennoch unbezahlbar und der Moment unwiederbringbar.

 

Mögest Du immer öfter bewusst im Hier und Jetzt sein.

 

Mögest Du von Herzen glücklich sein.

 

Mögest Du gesegnet sein.

Aloha
Sabine